Ein Jahresrückblick zwischen Handelskrieg, Lieferstopps und einer unbequemen Realität.
2025 war kein Jahr für Schönfärberei. Es war ein Jahr, in dem sich gezeigt hat, wie fragil unsere wirtschaftlichen Grundlagen tatsächlich sind. Handelskriege, Exportkontrollen und Lieferstopps bestimmten die Schlagzeilen und machten sichtbar, was lange verdrängt wurde:
Europas Abhängigkeit von kritischen Rohstoffen ist real, gefährlich und teuer.
Ein Jahr der Eskalationen – Monat für Monat
Zu Jahresbeginn verdichteten sich die Warnsignale. Rohstoffe wurden vom Randthema zum geopolitischen Machtinstrument.
Im Frühjahr wuchs die Nervosität in Industrie und Politik, die Frage lautete nicht mehr ob, sondern wann Lieferengpässe zuschlagen würden.
Der Sommer brachte Klarheit: Der Zugang zu strategischen Metallen entscheidet zunehmend über Wettbewerbsfähigkeit.
Im Herbst eskalierte der Handelskonflikt zwischen den USA und China, massive Zölle trafen auf verschärfte Exportkontrollen.
Die Folge waren reale Knappheit und explodierende Preise.
Zum Jahresende wurde deutlich: Eine schnelle Rückkehr zur Normalität ist Illusion.
Lieferstopps als Weckruf für Europa
Internationale Exportkontrollen und politische Eingriffe legten 2025 die Verwundbarkeit globaler Lieferketten offen.
Produktionsausfälle, leere Lager und Stillstand in Teilen der Industrie waren keine theoretischen Szenarien mehr.
Die Versorgungssicherheit entscheidet über die wirtschaftliche Handlungsfähigkeit.
Die deutlichsten Preisbewegungen bei den Seltenen Erden im Jahr 2025:
- Dysprosiumoxid +382,26 %
- Terbiumoxid +223,11 %
- Gadoliniumoxid +179,05 %
Die Industrie ist auf Seltene Erden angewiesen, vor allem mehr als die Hälfte der DAX-Unternehmen.
Aber auch bei den Edelmetallen war einiges an Bewegung zu sehen:
- Gold: +48,16 % in €/kg
- Silber: +127,17 % in €/kg
Die Schlagzeilen in den Medien überschlugen sich
Was mich persönlich gefreut hat:
Die Diskussion über Edel- und Technologiemetalle sowie Seltene Erden hat 2025 endlich auch die breite Öffentlichkeit erreicht.
Meine persönlichen Einschätzungen und Fachbeiträge erschienen unter anderem in:
- Business Woman Magazin
- Unternehmer Journal
- Consulting Magazin
- Sachwert Magazin
- Zeitschrift „Finanzielle“
- WirtschaftsWoche
- n-tv
- Merkur
- Saarbrücker Zeitung
- BILD-Zeitung
Alle Veröffentlichungen findest du gesammelt auf meiner Website unter: Presse-Portal – Nadine Rajner
Mein persönliches Fazit 2025
2025 war kein bequemes Jahr.
Es hat vieles sichtbar gemacht, was lange überdeckt war.
Abhängigkeiten. Illusionen. Bequemlichkeiten.
Es war ein Jahr, das Klarheit eingefordert hat.
Bei Staaten, bei Märkten und bei jedem Einzelnen von uns als Anlegerinnen und Anlegern.
Die Spielregeln haben sich verändert: wirtschaftlich, geopolitisch und strategisch.
Wer diese neuen Realitäten akzeptiert und strategisch handelt, der kann sie für sich sinnvoll nutzen und für Stabilität im eigenen Portfolio sorgen.
Wer sie ignoriert, wird 2026 vor allem eines erleben: innere Unruhe.
Ich gehe in das neue Jahr 2026 mit Klarheit, einer ruhigen Haltung und meinen geliebten „echten Werten“.
Genau das wünsche ich auch Dir.
Auf ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2026,
Deine Nadine